„Rio de Janeiro“ bis „Rußiger Freitag“

Rio de Janeiro

siehe Karneval in Rio

Rosenmontag

Der Rosenmontag stellt den Höhepunkt des karnevalistischen Treibens dar, vor allem in rheinischen Gegenden. In vielen Karnevalshochburgen finden jetzt die größten und wichtigsten Karnevalsumzüge, die Rosenmontagszüge, statt. Viele Unternehmen geben ihren Angestellten frei, damit sie an dem Trubel teilhaben können. Nicht nur in Köln, sondern auch in Düsseldorf, Mainz und anderen Städten herrscht nun auf den Straßen und in den Lokalen eine Art Ausnahmezustand.

Zu seinem traditionellen Namen ist der Rosenmontag erst über einige Umwege gekommen. Im Jahr 1822 gründete sich ein Festausschuss, der die Aufgabe hatte, dem rheinischen Karneval in Zeiten des preußischen Absolutismus eine neue Form zu geben. Dieser Festausschuss tagte fortan einmal jährlich, und zwar am Montag nach dem sogenannten Rosensonntag. Der Rosensonntag, benannt nach einer vom Papst jährlich geweihten Rose, ist der vierte Sonntag in der vorösterlichen Fastenzeit. Später wurde der Name Rosenmontag auf den heutigen Termin (vier Wochen früher) übertragen.

Die Rosenmontag findet stets 48 Tage vor dem Ostersonntag statt. Das früheste Datum, das kalendarisch möglich ist, ist der 2. Februar, das späteste Datum ist der 8. März.

Rosenmontagszug

Ein Rosenmontagszug ist ein Karnevalsumzug, der am Rosenmontag stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Karneval auf seinem Höhepunkt. Daher sind die Rosenmontagszüge die längsten und wichtigsten Karnevalsumzüge überhaupt. Manche von ihnen werden sogar im deutschen Fernsehen in Sondersendungen übertragen.

Der größte Rosenmontagszug ist in Köln zu bestaunen. Er wurde im Jahr 1823 aus der Taufe gehoben und entsprach den Bemühungen von Regierung und Bürgertums, die Karnevalsfeiern nach der französischen Besatzungszeit zu reformieren. Heute ist dieser Karnevalsumzug mit seinen Wagen und maskierten Karnevalisten über fünf Kilometer lang. Rund eine Million Zuschauer säumen auch bei widrigen Wetterbedingungen die sechs Kilometer lange Zugstrecke. Etwa 140 Tonnen Kamelle und Strüssjer werden in die Menschenmenge geworfen.

Der zweitgrößte Rosenmontagszug findet in Mainz statt. Hier säumen rund eine halbe Million Menschen die Straßen, wenn die fast 10.000 Karnevalisten unterwegs sind. Die wechselnde Zugstrecke ist mit derzeit sieben Kilometern etwas länger als beim Kölner Rosenmontagszug. Seit dem Jahr 1838 ist er der Höhepunkt der Mainzer Fastnacht. – Der drittgrößte Rosenmontagszug zieht vermutlich seit 1833 durch Düsseldorf.

Rußiger Freitag

Der Rußige Freitag ist ein Begriff aus der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Er bezeichnet der Freitag zwischen dem Schmotzigen Donnerstag und dem Schmalzigen Samstag.

Am Rußigen Freitag versuchen Kinder, sich gegenseitig schwarzen Ruß in das Gesicht zu schmieren. In früheren Zeiten gingen nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Narren diesem Brauch nach. Im österreichischen Vorarlberg sowie in Oberschwaben trägt dieser Tag auch den Namen „bromiger Freitag“.